Am Dreiländereck ist die Grenze kein Ausflugsziel, sondern Teil jeder Runde: Von Zittau aus liegen Böhmen und Niederschlesien direkt vor der Haustür. Kontrollen gibt es im Schengen-Raum in der Regel keine – Ausweis, Führerschein, Fahrzeugschein und Versicherungsnachweis gehören trotzdem ins Gepäck. Die Regeln ändern sich mit dem Ortsschild.
In Tschechien gilt die schärfste Regel der Region: 0,0 Promille. Schon geringe Mengen Alkohol kosten Bußgelder ab rund 280 Euro – das Feierabendbier gehört hier ans Ende der Fahrt, nicht in die Mittagspause. Gute Nachricht für Biker: Motorräder und Trikes brauchen keine Vignette, die tschechischen Autobahnen sind für sie gebührenfrei. Pflicht ist dagegen ein Verbandsbeutel – seit 2018 auch für ausländische Motorräder, mit Mullbinden, Gummiband und Handschuhen. Das Licht muss auch tagsüber brennen, Helmpflicht gilt für Fahrer und Sozius. Auf die Autobahn darf nur, wer mindestens 80 km/h schafft; erlaubt sind 50 innerorts, 90 außerorts, 110 auf Schnellstraßen und 130 auf der Autobahn.
In Polen liegt die Promillegrenze bei 0,2 – also praktisch bei null. Eine Vignette gibt es nicht; die Maut ist streckenbezogen und wird nur auf den privat betriebenen Autobahnabschnitten fällig (A1 sowie Teilstücke von A2 und A4). Für Touren rund um Zgorzelec und das Isergebirge spielt das keine Rolle, dort fährt man ohnehin Landstraße.
Praktisch heißt das: Wer die Dreiländer-Runde fährt, hält sich an die tschechische Null-Promille-Regel, hat den Verbandsbeutel dabei und muss sich um Vignetten keine Gedanken machen.