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Zittauer Gebirge

Sehenswürdigkeiten im Zittauer Gebirge

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Kurzer Kamm, lange Runde: Tourenplanung im kleinsten Mittelgebirge

Wer das Zittauer Gebirge zum ersten Mal ansteuert, unterschätzt meist dieselbe Sache: Der deutsche Anteil des Kamms ist an einem Vormittag abgefahren. Eine durchgehende Kammstraße existiert auf sächsischer Seite nicht — der Grat ist Wald und Staatsgrenze. Die Straßen laufen quer dazu, aus dem Zittauer Becken hinauf in die Täler, und enden entweder in einem Kurort oder an einem Übergang nach Böhmen. Das ist kein Mangel, sondern die Bauanleitung für jede Runde hier.

Motorrad vor einem rot gestrichenen Umgebindehaus an der Dorfstraße
Umgebindehaus an der Dorfstraße – die typische Bauweise der Region

Praktisch heißt das: Das Gebirge ist die Kulisse in der Mitte, nicht der Rahmen des Tages. Wer die übliche Größenordnung von 250 bis 350 Kilometern fahren will, hängt den Kamm als eines von vier oder fünf Elementen in die Runde — ein Anstieg aus dem Becken, eine Querung nach Süden, ein Stück böhmisches Bergland, Rückweg über das Neißetal oder das Oberlausitzer Bergland. Genau darin liegt der Reiz: Die Verbindungsetappen zwischen den Abschnitten sind kurz, weil alles dicht beieinanderliegt. Man verbringt den Tag nicht mit Anfahren.

Der zweite Punkt, der die Planung bestimmt, ist der Tourismus. Die Orte am Fuß und in den Tälern leben von Wanderern und Kurgästen. An Sommerwochenenden stehen Reisebusse in den Ortsdurchfahrten, Fußgänger queren zwischen Parkplatz und Waldweg, und die schmalen Sträßchen bieten kaum Überholmöglichkeiten. Tempo ist auf diesen Kilometern die falsche Erwartung. Wer den Kamm früh am Morgen nimmt und die zügigen Abschnitte danach jenseits der Grenze oder im Hügelland nördlich davon abfährt, bekommt beides an einem Tag.

Grenzübergänge im Minutentakt: Böhmen und Schlesien vor der Haustür

In kaum einem anderen deutschen Motorradrevier liegen die Grenzübertritte so dicht. Die Landesgrenze mäandert um die Ortschaften herum, und weil die Region historisch nie am Rand lag, sondern mitten in einem zusammenhängenden Wirtschaftsraum, gibt es entsprechend viele alte Verbindungsstraßen. Für die Runde bedeutet das: Man muss sich nicht auf einen Übergang festlegen, sondern kann hin und zurück verschiedene wählen.

  • Zittau nach Hrádek nad Nisou, direkt im Neißetal — der schnellste Weg Richtung Liberec
  • Großschönau nach Varnsdorf, mitten hinein in den nordböhmischen Industriegürtel
  • Seifhennersdorf nach Rumburk, Ausgangspunkt für den Weg nach Westen
  • Ebersbach nach Jiříkov, kleiner Ortsübergang mit direktem Anschluss ans böhmische Straßennetz
  • Über die Neißebrücke bei Zittau nach Polen, von dort weiter Richtung Bogatynia

Auf der böhmischen Seite ändert sich der Charakter sofort. Die Straßen sind schmaler, oft welliger im Belag, dafür deutlich leerer als die deutschen Zubringer. Der sogenannte Schluckenauer Zipfel — der tschechische Landvorsprung, der von Deutschland auf drei Seiten umschlossen wird — ist ein eigenes kleines Fahrgebiet mit Städtchen wie Rumburk, Šluknov und Krásná Lípa, dazwischen lange Waldabschnitte und weite Wiesenkuppen. Wer von dort nach Süden abbiegt, kommt über Jiřetín pod Jedlovou mit der Burgruine Tolštejn in bewaldetes Bergland, das sich fahrerisch deutlich vom deutschen Sandsteinabschnitt unterscheidet: längere Radien, mehr Höhenmeter am Stück.

Die polnische Seite ist der am seltensten gefahrene Teil des Dreiländerecks und lohnt gerade deshalb. Der Zipfel um Bogatynia ist eine Sackgasse aus deutscher Sicht, aber die Verbindung nach Norden Richtung Zgorzelec läuft die ganze Zeit an der Neiße entlang, mit Blick zurück auf die sächsische Seite. Wer weiter nach Süden will, fährt durch tschechisches Gebiet, bevor die polnischen Iserberge wieder beginnen — eine typische Konsequenz des Grenzverlaufs hier.

Quadersandstein am Straßenrand

Der Untergrund gehört zur selben Kreide-Sandsteinformation wie die Felsen an der Elbe hundert Kilometer weiter westlich; getrennt werden die Vorkommen nur durch die Lausitzer Überschiebung, jene Störungszone, an der älteres Granitgestein über den jüngeren Sandstein geschoben wurde. Für Motorradfahrer ist das keine Geologiestunde, sondern der Grund dafür, dass die Straße hier immer wieder zwischen Felswänden hindurchführt statt daran vorbei.

Die typische Form sind Kelchsteine — verwitterte Blöcke, bei denen der weichere Sockel schneller abgetragen wurde als die harte Deckplatte, sodass eine pilz- oder kelchartige Silhouette stehen bleibt. Sie stehen oft nur wenige Meter neben der Fahrbahn und lassen sich im Vorbeifahren erfassen, ohne dass man dafür wandern muss. Dazwischen sind alte Steinbruchkanten zu sehen: Der Sandstein wurde jahrhundertelang als Baumaterial gewonnen, und man erkennt ihn anschließend an den Sockeln, Türstürzen und Treppen der Dörfer wieder.

Ein fahrpraktischer Nebeneffekt der Gesteinsart wird häufig übersehen. Verwitternder Sandstein zerfällt zu Sand, und dieser Sand landet nach Starkregen aus Böschungen und Waldwegen auf der Fahrbahn — gern genau in schattigen Kurven, wo er lange liegen bleibt und beim Anbremsen nicht als Verschmutzung auffällt. In den Wochen nach dem Winter und nach Gewitterlagen im Sommer gehört der Blick auf den Kurvenausgang deshalb zur Grundausstattung.

Umgebindehäuser: Ortsdurchfahrten zwischen Blockstube und Fachwerk

Das Ortsbild dieser Region ist unverwechselbar, und man fährt permanent hindurch. Beim Umgebindehaus steht die hölzerne Blockstube im Erdgeschoss frei; ein umlaufendes Ständergerüst — das Umgebinde — trägt Obergeschoss und Dach, sodass das Gewicht des Hauses nicht auf dem Blockwerk lastet. Häufig ist eine Seite massiv gemauert, oft mit dem regionalen Sandstein im Sockel. Diese Bauweise ist an den Raum zwischen Oberlausitz, Nordböhmen und Niederschlesien gebunden und kommt in dieser Dichte nirgends sonst vor.

Für den Fahrer sind die Dörfer der eigentliche Taktgeber. Die Häuser stehen dicht an der Straße, die Durchfahrten sind eng, unübersichtlich und stellenweise noch gepflastert. Man rollt hier, statt zu fahren — was den Nebeneffekt hat, dass man tatsächlich etwas sieht. Obercunnersdorf gilt als eines der geschlossensten Beispiele, weil dort ganze Straßenzüge erhalten sind. In Cunewalde steht zwischen den Häusern eine der größten Dorfkirchen Deutschlands, in Großschönau erinnert ein Museum an die Damast- und Frottierweberei, die dem Ort seinen Wohlstand brachte. Die Textilgeschichte erklärt nebenbei, warum in so kleinen Orten so viele stattliche Häuser stehen.

Kohle, Kippen und neue Seen: das zweite Gesicht der Oberlausitz

Nördlich und östlich des Gebirges beginnt eine Landschaft, die es in dieser Form vor wenigen Jahrzehnten noch nicht gab. Die Oberlausitz war und ist Braunkohlerevier, und der Tagebau hat nicht nur Löcher hinterlassen, sondern ein komplett neu trassiertes Straßennetz. Wo Ortschaften abgebaggert wurden, wurden Verbindungen verlegt; wo Kippenflächen rekultiviert sind, laufen heute lange, gerade und auffällig glatte Straßen über künstlich modelliertes Gelände. Das ist ein anderes Fahren als im Gebirge — schnell, weit einsehbar, ohne Hecken und ohne Fels.

Direkt am Rand von Zittau liegt der Olbersdorfer See als nächstes Beispiel dieser Umwandlung. Südöstlich davon, jenseits der Neiße auf polnischem Gebiet, arbeitet der Tagebau bei Bogatynia weiter — das dortige Kraftwerk mit seinen Kühlturmfahnen ist von vielen Höhenpunkten der Region aus sichtbar und gehört zum Panorama, ob man will oder nicht. Weiter nördlich, südlich von Görlitz, ist aus dem früheren Tagebau Berzdorf der Berzdorfer See geworden; das Dorf Deutsch-Ossig musste dafür weichen, und die Straßen ringsum sind Neubauten der letzten Jahrzehnte.

Wer den langen Tag plant, fährt weiter nach Nordwesten ins Lausitzer Seenland zwischen Hoyerswerda und Senftenberg — die größte künstliche Seenlandschaft Europas, in der ehemalige Gruben geflutet und teilweise durch schiffbare Kanäle verbunden wurden. Der Bärwalder See ist der flächengrößte See Sachsens, entstanden aus einem Tagebau. Dazwischen liegen noch aktive Gruben mit Kraftwerksbetrieb, Aussichtspunkte auf Abraumkippen und stillgelegte Großgeräte, die als Industriedenkmal stehengeblieben sind. Der Kontrast zum engen Waldgebirge im Süden ist an einem Tag erfahrbar, und genau das macht die Kombination interessant.

Anschlussreviere: Elbsandstein im Westen, Isergebirge im Südosten, Teichland im Norden

Nach Westen

Das Elbsandsteingebirge ist von Zittau aus in gut anderthalb Stunden erreichbar, und der schönere Weg dorthin führt über tschechisches Gebiet: durch den Schluckenauer Zipfel, weiter in die Böhmische Schweiz und von dort an die Elbe. Wer auf deutscher Seite bleibt, fährt über das Oberlausitzer Bergland und die Orte am Nordrand der Sächsischen Schweiz. Wichtig für die Planung: Zwischen Pirna und Bad Schandau gibt es keine Elbbrücke. Wer die Flussseite wechseln will, nimmt eine der Fähren — das kostet Zeit und funktioniert bei Hochwasser gar nicht.

Nach Südosten

Richtung Isergebirge geht es über Liberec. Auf tschechischer Seite steigen die Straßen aus dem Becken in bewaldete Höhen, auf polnischer Seite liegen Świeradów-Zdrój und Szklarska Poręba, beides alte Kurorte mit entsprechend ausgebauten Zufahrten. Der Übergang bei Jakuszyce Richtung Harrachov ist eine der bekanntesten Passagen der Gegend und lässt sich gut als Wendepunkt einer langen Tagestour setzen. Ab hier ist man fahrerisch in einer anderen Kategorie: mehr Höhenmeter, längere Anstiege, mehr Verkehr an Wochenenden.

Nach Norden

Das Gegenprogramm zum Gebirge liegt eine Stunde nördlich: die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, ein Biosphärenreservat aus hunderten künstlich angelegten Teichen, die seit dem Mittelalter der Karpfenzucht dienen. Kiefernwald, Dämme, schnurgerade Straßen, kaum Steigung. Auf dem Weg dorthin liegen Ziele, die zum Charakter der Region gehören — das Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal an der Neiße bei Ostritz, das seit dem 13. Jahrhundert ohne Unterbrechung besteht, und Herrnhut, wo 1722 die Brüdergemeine gegründet wurde. Weiter westlich beginnt das sorbische Siedlungsgebiet mit zweisprachigen Ortsschildern und dem Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau. Wer nach einem Tag mit engen Waldkurven noch Kilometer machen will, hat hier den ruhigsten Teil der Runde.

Oybin, Töpfer und die Zittauer Fastentücher: die Ziele der Region

Auf so kleiner Fläche liegen ungewöhnlich viele lohnende Stopps, und die meisten davon direkt an den Gebirgssträßchen. Umwege sind hier für kaum ein Ziel nötig.

Burg- und Klosterruine Oybin

Das Wahrzeichen der Region thront auf dem 514 Meter hohen Berg Oybin. Kaiser Karl IV. ließ hier im 14. Jahrhundert ein Kaiserhaus errichten und gründete 1366 ein Kloster des Cölestiner-Ordens mit gotischer Kirche. Nach der Reformation verfiel die Anlage; ein Blitzschlag setzte 1577 die Kirche in Brand. Die malerischen Ruinen wurden im 19. Jahrhundert zum Sehnsuchtsmotiv der Romantik – Maler wie Caspar David Friedrich hielten sie auf der Leinwand fest. Vom Bike aus ist Oybin ein idealer Kaffee- und Foto-Stopp.

Töpfer mit seinen Felsformationen

Der 582 Meter hohe Töpfer nordöstlich von Oybin ist berühmt für seine bizarren Sandsteingebilde mit Namen wie „Brütende Henne", „Schildkröte" und „Papagei". Vom Felsentor und der Töpferbaude reicht die „Böhmische Aussicht" über die deutsch-tschechische Grenze bis zum Jeschken und ins Iser- und Riesengebirge.

Lausche und Hochwald

Mit 792,6 Metern ist die Lausche der höchste Berg des Zittauer Gebirges und zugleich die höchste Erhebung Deutschlands östlich der Elbe; ihr Gipfelkamm bildet die Grenze zu Tschechien. Der zweithöchste Gipfel ist der Hochwald (749,5 m), auf dem seit 1892 ein 25 Meter hoher Steinturm steht. Beide Berge sind vulkanischen Ursprungs und bestehen aus Phonolith; daneben tritt in der Region auch Basalt auf, etwa in den Jonsdorfer Mühlsteinbrüchen.

Jonsdorfer Mühlsteinbrüche

Bei Jonsdorf, dem staatlich anerkannten Luftkurort, liegt eine Felslandschaft, in der seit dem 16. Jahrhundert Mühlsteine gebrochen wurden – bis zum Ende der Produktion 1918. Verwitterung und Abbau formten bizarre Felsgebilde wie die „Große Orgel". Der Naturlehrpfad durch die Brüche dauert zu Fuß rund eine Stunde und ist der lohnendste Zwischenstopp im Westteil des Gebirges.

Tuchmacherstadt Zittau und die Fastentücher

Die Stadt Zittau empfängt mit einer historischen Innenstadt: dem Rathaus im Stil eines italienischen Renaissance-Palazzo, dem siebengeschossigen Salzhaus von 1511 und der Blumenuhr an der Fleischerbastei. Ihr größter Schatz ist das Große Zittauer Fastentuch von 1472 – 8,20 mal 6,80 Meter groß, mit 90 biblischen Szenen, ausgestellt in der laut Guinness-Buch weltgrößten Museumsvitrine.

Die Zittauer Schmalspurbahn als Foto-Stopp

Seit 1890 dampft die Zittauer Schmalspurbahn in der seltenen Spurweite von 750 Millimetern von Zittau über Bertsdorf hinauf nach Oybin und Jonsdorf. Heute betreibt die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft die Strecke im täglichen Dampfbetrieb. Die Bahnübergänge zwischen Zittau, Oybin und Jonsdorf kreuzen die Motorradstrecke mehrfach – Wartezeit vor der geschlossenen Schranke gehört hier zum Tag.

Raubritter, Kaiserberg und Phonolithkegel: Geschichte und Landschaft

Wer durch das Zittauer Gebirge fährt, bewegt sich durch eine alte Grenz- und Sagenlandschaft – und durch die Geschichte der Tuchmacher, Mühlsteinbrecher und böhmischen Kaiser. Der Berg Oybin war im Mittelalter Stützpunkt von Raubrittern, bevor ihn die Stadt Zittau 1291 zerstörte und Karl IV. die Höhe später zum kaiserlichen Refugium und Klosterberg machte. In der Romantik wurde aus der verfallenen Klosterruine ein Sinnbild für Vergänglichkeit und Naturschönheit, das Dichter und Maler in Scharen anzog. Aus rauer Felsnatur, böhmischer Vergangenheit und sächsischer Tuchmachertradition ist eine Mischung entstanden, die auf zwanzig Kilometern Landstraße dreimal wechselt.

Das Zittauer Gebirge ist als Naturpark ausgewiesen und gehört zu den ungewöhnlichsten Landschaften Sachsens: Auf engstem Raum treffen vulkanische Bergkegel aus Phonolith auf bizarre Sandsteinfelsen, dazwischen dunkle Mischwälder und die typischen Umgebindehäuser der Oberlausitz. Für Motorradfahrer heißt das ständiger Wechsel von schattigem Wald zu offenen Höhen mit weiten Blicken nach Böhmen. Die Region ist dünn besiedelt und ruhig; abseits der Hauptachsen reicht der Mobilfunk allerdings nicht überall hin.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Burg und Kloster Oybin

Auf dem Sandsteinfelsen über dem Kurort Oybin stehen die Ruinen einer Cölestiner-Klosteranlage, die Kaiser Karl IV. ab 1366 ausbauen ließ. Ruine der Klosterkirche, Museum und eine Camera obscura machen den Aufstieg zum lohnenden Stopp.

Anfahrt
Von Zittau über Olbersdorf rund 9 km die Oybiner Straße hinauf in den Ortskern von Oybin; der Burgberg liegt direkt am Ort.
Motorrad-Parken
Motorradstellplätze an den Parkplätzen im Ortszentrum und am Bahnhof; der Fußweg zur Burg beginnt am Ortseingang.
Öffnungszeiten
April bis Oktober 9–18 Uhr, November bis März 10–16 Uhr, ganzjährig geöffnet (Heiligabend und Silvester bis 14 Uhr), Eintritt kostenpflichtig.
Höhe/Aussicht
Berg Oybin 514,5 m ü. NHN

Jonsdorfer Felsenstadt und Mühlsteinbrüche

Verwitterte Sandsteintürme, die Nonnenfelsen und die ehemaligen Mühlsteinbrüche bilden im Kurort Jonsdorf eine frei begehbare Felsenlandschaft mit versinterten Säulen (der 'Kleinen Orgel') — ein Naturdenkmal direkt am Ortsrand.

Anfahrt
Von Oybin oder Zittau nach Kurort Jonsdorf; Felsenstadt und Mühlsteinbrüche liegen im Südosten des Ortes.
Motorrad-Parken
Wanderparkplätze am Ortsrand, unter anderem am Gondelteich; von dort zu Fuß in die Bruchgelände.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
Ortslage 442 m ü. NHN

Lausche

Mit 792,6 Metern der höchste Gipfel des Zittauer Gebirges und die höchste Erhebung Deutschlands östlich der Elbe. Seit 2020 gibt eine Aussichtsplattform am Gipfel den Rundblick über das Dreiländereck frei.

Anfahrt
Anfahrt bis Waltersdorf (Gemeinde Großschönau) am Nordfuß; der Gipfel selbst ist nur zu Fuß erreichbar, Aufstieg rund 30 bis 40 Minuten.
Motorrad-Parken
Wander- und Motorradparkplätze in Waltersdorf; ab dort Aufstieg über markierte Wege.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
792,6 m ü. NHN, deutsch-tschechischer Grenzgipfel mit Aussichtsplattform

Olbersdorfer See

Der 60 Hektar große See entstand aus einem 1991 stillgelegten Braunkohletagebau und wurde zur 2. Sächsischen Landesgartenschau 1999 hergerichtet. Heute ein ruhiger Foto- und Badestopp am Fuß des Gebirges.

Anfahrt
Bei Olbersdorf, rund 2 km südwestlich von Zittau, auf dem Weg hinauf Richtung Oybin.
Motorrad-Parken
Ausgeschilderte Parkplätze rund um den See.
Öffnungszeiten
frei zugänglich

Lückendorf und Gabler Straße

Lückendorf ist der einzige deutsche Ort auf der Südseite des Gebirgskamms. Über die historische Gabler Straße — eine alte Fernhandelsroute zwischen Ostsee und Mittelmeer — quert man den Kamm hinunter zum tschechischen Petrovice.

Anfahrt
Von Oybin die Passstraße hinauf nach Lückendorf; die Gabler Straße führt weiter zum Grenzübergang Petrovice.
Motorrad-Parken
Stellplätze im Ort Lückendorf; Einkehr- und Aussichtspunkte entlang der Kammlage.
Öffnungszeiten
frei zugänglich; Grenzübergang Lückendorf–Petrovice für Fahrzeuge bis 3,5 t
Höhe/Aussicht
Ortslage 398–515 m ü. NHN, Kammlage des Zittauer Gebirges

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